Konzept: David Lamelas in Kooperation mit Gavin Gamboa & León de Castillo

Komposition: Gavin Gamboa

Mit León de Castillo (Tenor) und dem Marcel Rubin Quartett

Grafik: Mara Berger

 

Am Sonntag, 21. September 2014 wird die Arbeit 1416 m3 (2014) im Oberlichtsaal der Kunsthalle Basel vor Publikum ur-aufgeführt, danach wird sie als Audio Aufnahme in der linken Ecke des Saals 10 auf einem MP3-Player präsentiert. Das Stück Tausendvierhundertsechzehn  wurde vom mexikanisch-amerikanischen Komponisten Gavin Gamboa (*1984, Mexico) nach dem Konzept von David Lamelas (in Kooperation mit León de Castillo) geschrieben. Das situationsbedingte Kammerstück für Tenor und Streichquartett (aufgeführt von dem österreichisch-mexikanischen Tenor León de Castillo und dem Marcel Rubin Quartett in der Kunsthalle Basel) zeugt von einer grundlegenden Auseinandersetzung mit dem Raum –Der Tenor beschreibt die Architektur in dem das Konzert stattfindet und führt so dem Besucher und Zuhörer sein architektonisches Umfeld zu Bewusstsein. Der Titel 1416 m3 ist ein Hinweis auf das innerhalb des historischen Oberlichtsaals bestehende Raumvolumen, das durch dieses Werk mit Ton gefüllt wird.

 

Gavin Gamboa ist Komponist (*1984, MEX) und lebt und arbeitet in Los Angeles.

 

León de Castillo (*1985, MEX), Tenor,  lebt und arbeitet in Wien.

 

Marcel Rubin Quartett 2013* in Wien gegründet.

David Lamelas (* 12. Dezember 1946 in Buenos Aires, Argentinien) ist ein argentinischer Bildhauer, Konzeptkünstler, Fotograf und experimenteller Filmemacher. Er gilt als einer der Pioniere der Konzeptkunst der 1960er und 1970er Jahre.

 

 

 

David Lamelas absolvierte in Argentinien eine Ausbildung als Bildhauer. Im Jahr 1968 erreichte er internationale Bekanntheit, als er Argentinien auf der Biennale von Venedig mit dem Werk "Office of Information about the Vietnam War on Three Levels: The Visual Image, Text and Audio" vertrat. In Venedig machte er die Bekanntschaft mit Marcel Broodthaers und mit dem Galeristen von Wide White Space in Antwerpen.

 

Wegen dieser Bekanntschaften zog Lamelas nach London. Er studierte dort, mit einem Stipendium für Skulptur ausgestattet, an der St. Martins School of Art. Er begann dort auch mit Fotografien und Textmaterial zu arbeiten, um für sich den Begriff der Skulptur auszuweiten. Gleichzeitig begann er Filme zu drehen. Das Hauptinteresse seines künstlerischen Schaffens wurde die Beschäftigung mit Zeit, Raum und Sprache. In den 1970er Jahren lebte und arbeitete David Lamelas abwechselnd in Europa und Amerika.

 

David Lamelas wurde zu einem der Pioniere der Konzeptkunst der 1960er und 1970er Jahre. Er produzierte ein umfassendes Werk von Filmen und Videos. Er arbeitete häufig ohne Schnitte und Montage, um eine fortlaufende, erzählerische und ungeschnittene Dokumentation im Film zu erzeugen.

 

Im Jahr 1969 begann er eine experimentelle Filmreihe in Düsseldorf zu drehen. Bei dieser Filmreihe „Time as Acitivity“ filmte er an drei verschiedenen Orten in der Stadt das Alltagsgeschehen mit einer fixierten Kamera. Die Filme überließen gänzlich dem Zuschauer, was dieser mit dem gefilmten assoziierte. Das Filmprojekt führte Lamelas über mehr als vier Jahrzehnte fort, mit weiteren Drehorten neben Düsseldorf in Berlin, Los Angeles, Warschau und New York City.

 

Im Jahr 1972 war er mit dem 16 mm - Film „Cumulative Script“ Teilnehmer der Documenta 5 in Kassel in der Abteilung Individuelle Mythologien: Film.

 

1992 erhält er den Konex Foundation Award für Konzept Kunst und 2012 den selben Preis für Video Kunst.

Weiters erhält er 1993 das Guggenheim Stipendium und 1998 das DAAD Stipendium aus Deutschland.

 

David Lamelas Kunst beschäftigt sich mit dem Umgang mit Zeit und Raum. In seinen Projekten, die aus Filmen, Fotografien, Installationen und "Interventionen" bestehen beschäftigt er sich mit der Frage nach den Grenzen der Zeitlichkeit von Kunst und ihren Möglichkeiten zur Erzeugung alternativer Kommunikations- und Erkenntnisprozesse. Er nimmt seit Ende der 1960er Jahre an bedeutenden Ausstellungen und Projekten als Einzelkünstler oder an Gruppenausstellungen weltweit teil.

 

Lamelas lebt in Los Angeles (USA), Buenos Aires und Paris.

 

 

All Pictures above (c) David Lamelas & Kunsthalle Basel - IMPRINT

October 22nd 2017
California State University in cooperation with The Getty presents:


Tausendvierhundertsechzehn for Tenor and String Quartet (1416m3)

David Lamelas, Gavin Gamboa & León de Castillo: Performance

Tausendvierhundertsechzehn for Tenor and String Quartet (1416m3), 2014



Long interested in liberating sculpture from the traditional ideas of mass and volume, Lamelas conceive of Tausendvierhundertsechzehn for Tenor and String Quartet as a way for space to assume a central role for social interaction and as a catalyst for creativity. Music is both invisible and temporal, and with 1416m3 the artist and composer sought to sonically describe their effort to fill the architectural volume of a space over a period of me (the piece being named for the dimensions of the Oberlichtsaal of Kunsthalle Basel, where it was first performed). Los Angeles-based composer Gavin Gamboa and Mexican tenor León de Castillo collaborated on this situational piece with the Lamelas for his solo exhibition, V (2014). The three come together again with a string quartet from the Bob Cole Conservatory on campus to reimagine this live experience.

 

With the kindly support of the Austrian Cultural Forum NYC and the Austrian Consulate L.A.

Second Performance in University Art Museum:

October 24th 2017
Gallery Maccarone, 98 Morton Street New York City

PERFORMANCE: Tausendvierhundertsechzehn for Tenor and String Quartet

 

With the kindly support of the Austrian Cultural Forum NYC.

All Pictures CSULB / THE GETTY & GALLERY MACCARONE(c) David Lamelas, Gavin Gamboa & León de Castillo - IMPRINT